Gesunde Lebenskraft durch schwarzen Knoblauch

Knoblauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die schon im Altertum zur Stärkung, Gesunderhaltung und als Heilmittel genutzt wurde. Der angenehm aromatische, „schwarze Knoblauch“ ist wirksamer als roher, weißer Knoblauch – entwickelt jedoch keine unangenehmen Ausdünstungen. Qualitativ hochwertiger schwarzer Knoblauch entsteht durch mehrmonatige Fermentation bei relativ hohen Temeraturen.

Beim Kauf von Schwarzem Knoblauch sollte man unbedingt auf die Qualität der Fermentation und des erntefrischen Knoblauchs achten. Besonders die schnelle und sehr heiße Herstellung kann zur Bildung unerwünschter Röststoffe führen. Kriterien für die Wahl sind: Anbaugebiet, Biostandard des Anbaus, Herstellungsland, Pestizid-Rückstandsanalyse, schonende Fermentations- und Trocknungsverfahren auch nach glaubwürdigen hygienischen, ökologischen und sozialen Standards. Nachdem bei der Herstellung sehr viel Energie eingesetzt werden muss, sollten auch klimaneutraler Energieeinsatz und ggf. Vertrieb bedacht werden.

 

Der Knoblauchwirkstoff hält uns fit und gesund

Der körpereigene Schutzmechanismus zur Beseitigung von Schadstoffen reicht nicht aus. Deshalb müssen wir täglich mit Obst und Gemüse sekundäre Pflanzenstoffe zuführen. Durch den Gärprozess beim Fermentieren wird weißer Knoblauch schwarz und die Geruchstoffe werden in Gesundheitsstoffe umgewandelt. Schwarzer Koblauch ist somit wirksamer als weißer Knoblauch und außerdem frei von Nebenwirkungen. Aus vielen Untersuchungen der modernen Wissenschaft geht hervor, dass Knoblauch nicht nur vorbeugend wirkt, sondern auch bei bereits eingetretenem Schaden die Körperfunktionen wieder verbessern kann. 

Im Rahmen eines Interviews mit Frau Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Bereich Phytotherapie, Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg im Breisgau, fragten wir nach dem Stellenwert des schwarzen Knoblauchs zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Die Expertin für pflanzliche Medizin: „Seit ich über den schwarzen Knoblauch gearbeitet habe, esse ich jeden Tag eine halbe Knolle, wodurch ich weniger synthetische Blutdruckmittel brauche. Doch nicht jeder hohe Blutdruck spricht auf den Knoblauch an, das muss man im Einzelfall ausprobieren. Auf jeden Fall macht es aufgrund der Studienlage Sinn, dieses  einmalige Naturprodukt zur Gesunderhaltung und zur Behandlung von Krankheiten zu nutzen.“  

 

Was schwarzer Knoblauch alles kann

Experimentell nachgewiesen senkt der Knoblauch-Wirkstoff den Blutdruck und hemmt die Botenstoffe von Entzündungen. Bei Probanden wurde der blutdrucksenkende Wirkmechanismus des Knoblauchs bestätigt, bei Senioren und Rauchern die gesundheitsfördernde sowie bei Bauchbeschwerden die entblähende Wirkung.

 

Die Verwandlung zu schwarzem Knoblauch

Wird Knoblauch unter Verschluss bei definierter Hitze und Luftfeuchtigkeit fermentiert, werden Zucker, Aminosäuren in organische Verbindungen umgewandelt, die den Knoblauch schwarz färben. Die Konsistenz wird weich, der Geschmack sehr angenehm aromatisch. 

In der asiatischen Küche hat das Fermentieren von Speisen seit Jahrhunderten Tradition. Schwarzer Knoblauch gehört dort schon lange zum täglichen Lebensritual, vor allem zur Belebung und als Lustmacher. Seine wasserlöslichen Schwefelverbindungen werden nicht wie fettlösliche Schwefelverbindungen über die Haut und den Atem ausgeschieden. Deshalb ist der schwarze Knoblauch geruchlos. So wundert es nicht, dass schwarzer Knoblauch auch für Köche der Haute Cuisine zu einer trendigen Zutat geworden ist. Zu beachten ist jedoch die Herkunft des ‚schwarzen Goldes’, da Anbaumethoden und Herstellungsprozesse sehr unterschiedlich sind. Während der deutsche bzw. europäische bio(dynamische) Anbau umweltschonend ist, können bei unkontrolliertem Anbau im schwarzen Knoblauch Pestizid- und Schwermetall-Rückstände enthalten sein. Dies sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.

 

Volkskrankheit Nr. 1: Die Gefäßverkalkung

Die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist die Hauptursache für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jeder Dritte stirbt durch eine solche Komplikation. Das Vorliegen eines hohen Blutdrucks, zu hoher Fettwerte im Blut, einer Zuckerkrankheit und das Rauchen beschleunigen die Gefäßverkalkung. Studien an Patienten zeigten eine Abnahme der Gefäßverkalkung unter Knoblauch-Zufuhr um bis zu 20%. Dadurch wurden die Gefäßwände wieder elastischer. 

Die aktuellste und umfassendste Studie aus dem Jahr 2016, bei der die Daten von acht zusammenführenden Studien gemeinsam ausgewertet wurden, kam zu dem Schluss, dass vor allem Präparate aus schwarzem Knoblauch die hohen Fettwerte im Blut senkten, ebenso die Kalkeinlagerungen in den Herzkranzgefäßen und den Blut-Marker der Gefäßverkalkung. Die Elastizität der Gefäße nahm wieder zu. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass eine langjährige Einnahme von (schwarzem) Knoblauch durch den Schutz vor Arteriosklerose das Herz-Kreislauf-Risiko senkt.

Obwohl Studien auf eine längere Lebensdauer nach Herzinfarkt, eine Besserung bei Durchblutungsstörungen in den Beinen und eine vor Krebs schützende Wirkung weisen, konnten die Wirkgrößen noch nicht errechnet werden. Studien über längere Zeiträume sind hierzu erforderlich.

Mehrere zusammenführende Studien belegen aber, dass Knoblauch den Blutdruck senkt. Die Wirkgrössen entsprechen denen von synthetischen Blutdrucksenkern. Ein normaler Blutdruck wird durch Knoblauch hingegen nicht beeinflusst. Bei Zuckerkranken besserte sich die Stoffwechsellage.

 

Der Grippe trotzen und den Organismus entgiften

Schwarzer Knoblauch kann Viren bekämpfen. Zur Vorbeugung eingenommen, senkte Knoblauch die Anzahl der Erkältungsepisoden im Vergleich zum Scheinmedikament. Erkrankten die Teilnehmer unter Einnahme von Knoblauch dennoch, waren nicht nur die Beschwerden viel geringer, sondern die Anzahl Tage mit Berufs- bzw. Schulausfall.

Der Knoblauchwirkstoff fängt Schwermetalle ab und leitet sie aus dem Körper. Arbeiter einer Auto-batteriewerkstatt mit erhöhten Bleikonzentrationen im Blut erhielten über vier Wochen entweder Knoblauch oder ein synthetisches Medikament. Nach der Therapie waren die Beschwerden wie Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Reflexabnahme, erhöhter Blutdruck in beiden Gruppen gleichermassen gebessert sowie die Bleikonzentrationen im Blut gesenkt. Bei denjenigen Probanden jedoch, die Knoblauch eingenommen hatten, traten sehr viel weniger Nebenwirkungen auf als unter dem synthetischen Medikament. Auch bei Amalgam-Füllungen oder Schwermetall-Belastung durch die Umwelt (bspw. durch den Genuss von Fisch), erscheint es sinnvoll, den ‚Ausleitungs-Helfer' Knoblauch zu nutzen.

Unerwünschte Wirkungen sind bei schwarzem Knoblauch nicht bekannt. Nur gelegentlich tritt eine Allergie gegen den Wirkstoff auf. Wechselwirkungen von weißem Knoblauch, Gerinnungshemmern und anderen Arzneien sind beschrieben. Aber es ist wenig wahrscheinlich, dass schwarzer Knoblauch Wechselwirkungen mit Medikamenten eingeht.  

Hierzu liegt eine Studie vor, bei der die Teilnehmer 3g Extrakt aus schwarzem Knoblauch zusammen mit einem synthetischen Gerinnungshemmer eingenommen hatten, ohne dass die Blutungszeit verlängert wurde. Dennoch, nehmen Sie einen synthetischen Gerinnungshemmer ein, sollten Sie ihren Hausarzt von der täglichen Zufuhr von schwarzem Knoblauch informieren.

 

Wissenschaftliche Quellen als Referenzen sowie weiterführende Literatur für Interessierte 

Unser Tipp aus der Fachliteratur:

Chrubasik-Hausmann, S. Schwarzer Knoblauch (Allium Sativum), 2016 

Zitat aus der Zusammenfassung der Studie:
"Knoblauch wird seit Tausenden von Jahren in allen Kulturen nicht nur als Nahrungsmittel genutzt, sondern auch als Medizin. Das Besondere am Knoblauch sind die Schwefelverbindungen. Flüchtige Schwefelverbindungen sind für die unangenehme Ausdünstung über die Atemluft und die Haut verantwortlich. Durch Reifung oder Gärung und Reifung können geruchfreie Knoblauchpräparate gewonnen werden. Extrakte aus gereiftem oder fermentiertem «schwarzen» Knoblauch enthalten wasserlösliche Inhaltsstoffe, die zum Teil stärker wirksam sind als die des rohen Knoblauchs. Die WHO empfiehlt als Tagesdosis bis 5 g frischen Knoblauch oder bis 1,2 g Knoblauchpulver oder andere Zubereitungen mit bis 12 mg Alliin oder bis 5 mg Allicin pro Tag. Extrakte aus gereiftem oder schwarzem Knoblauch enthielten in der Tagesdosis bis zu 2,4 mg S-Allylcystein.

In experimentellen und humanpharmakologischen Untersuchungen konnten für die fettlöslichen wie die wasserlöslichen Schwefel-Inhaltsstoffe Wirkungen nachgewiesen werden, die den Einsatz von Knoblauch zur Senkung des erhöhten Blutdrucks und des erhöhten Cholesterins und Blutzuckers, zur Verbesserung der Fliesseigenschaft des Blutes und zur Senkung des oxidative Stresses und dadurch ausgelöster Zellschädigungen (Leber, Niere, Darm, Herz, Gehirn) sinnvoll erscheinen lassen. Die Bildung arteriosklerotischer Plaques wurde gehemmt. Toxische Leber, Nieren- und Herzschäden und die Alzheimer- und Parkinson-Veränderungen im Gehirn waren unter Knoblaucheinnahme geringer ausgeprägt. Aufgrund der antiproliferativen und immunstimulierenden Wirkung ist Knoblauch auch bei Krebsleiden indiziert, aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung bei entzündlichen Organ und Gelenkserkrankungen und aufgrund seiner spasmolytischen und karminativen Wirkung beim Reizdarm-Syndrom.

Die starke antibakterielle und antivirale Wirkung kann bei Erkältungskrankheiten genutzt werden. Es gibt viele klinischen Studien, deren Daten in zusammenführenden Studien gepoolt wurden. Sie belegen, dass Knoblauch ein natürlicher Blutdruck- und Cholesterinsenker ist. Ein normaler Blutdruck wird durch Knoblauch nicht beeinflusst. Unklar ist, warum manche Hypertoniker und manche Patienten mit hohen Blutfetten nicht auf Knoblauch ansprechen. Viele Studien weisen auf eine Senkung der kardiovaskulären Risiko faktoren und auf eine Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Komplikationen (Schlaganfall, Herzinfarkt) sowie auf die Reduktion arteriosklerotischer Gefässveränderungen hin. Auch bei Erkältungskrankheiten ist die Wirksamkeit vielversprechend und bei Krebsleiden, Rheuma, Diabetes und der Alzheimer-Demenz noch nicht endgültig geklärt.

Knoblauch und Zubereitungen daraus können mit unerwünschten Ereignissen einhergehen wie Ausdünstung, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei der Einnahme geruchloser Knoblauchpräparate sind unerwünschte Ereignisse nicht zu befürchten. Auf Wechselwirkungen von Knoblauch mit Medikamenten muss geachtet werden (wohl kaum bei den geruchlosen Knoblauchpräparaten). Vorsichtshalber sollten aber auch die Knoblauch extrakte mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen nicht zusammen mit synthetischen Gerinnungshemmern eingenommen und vor Operationen abgesetzt werden. Obwohl Knoblauch in den empfohlenen Dosen nicht toxisch wirkt, sollten Schwangere Knoblauch nur in Massen zu sich nehmen, bis das komplette Sicherheitsprofil erstellt ist."

Metastudien zur kritischen Bewertung der Wirksamkeit von Schwarzem Knoblauch:

Vlachojannis C, Schoenenberger AW, Erne P, Chrubasik‐Hausmann S. Preliminary evidence of the clinical effectiveness of odourless garlic. Phytotherapy Research. 2019;33:2179–2191.

Vlachojannis J, Chrubasik‐Hausmann S. Review zur Wirksamkeit von geruchlosem Knoblauch. Erfahrungsheilkunde 2020; 69(01): 50-57.

Schwingshackl L, Missbach B, Hoffmann G.   An umbrella review of garlic intake and risk of cardiovascular disease. Phytomedicine 2016;23:1127-33.

Studien zur Hemmung des Spike Proteins:

Debanjan Sen, Pradip Debnath, Bimal Debnath, Samhita Bhaumik and Sudhan Debnath Identification of potential inhibitors of SARS-CoV-2 main protease and spike receptor from 10 important spices through structure-based virtual screeningand molecular dynamic study, JOURNAL OF BIOMOLECULAR STRUCTURE AND DYNAMICS, https://doi.org/10.1080/07391102.2020.1819883

Nguyen, T.T.H.; Jung, J.-H.; Kim, M.-K.; Lim, S.; Choi, J.-M.; Chung, B.; Kim, D.-W.; Kim, D. The Inhibitory Effects of Plant Derivate
Polyphenols on the Main Protease of SARS Coronavirus 2 and Their Structure–Activity Relationship. Molecules 2021, 26, 1924. https://doi.org/10.3390/molecules26071924

Studien zur Abnahme der Gefäßverkalkung:

Budoff MJ, Takasu J, Flores FR, Niihara Y, Lu B, Lau BH, Rosen RT, Amagase H. Inhibiting progression of coronary calcification using Aged Garlic Extract in patients receiving statin therapy: a preliminary study. Prev Med 2004;39:985-91.

Budoff M. Aged garlic extract retards progression of coronary artery calcification. J Nutr 2006;136 (Suppl 3):741S-744S.

Larijani VN, Ahmadi N, Zeb I, Khan F, Flores F, Budoff M. Beneficial effects of aged garlic extract and coenzyme Q10 on vascular elasticity and endothelial function: the FAITH randomized clinical trial. Nutrition 2013;29:71-5.

Zeb I, Ahmadi N, Nasir K, Kadakia J, Larijani VN, Flores F, Li D, Budoff MJ. Aged garlic extract and coenzyme Q10 have favorable effect on inflammatory markers and coronary atherosclerosis progression: A randomized clinical trial. J Cardiovasc Dis Res 2012;3:185-90.

Zusammenführende Studien zu Blutdrucksenkung:

Ried K, Frank OR, Stocks NP, Fakler P, Sullivan T. Effect of garlic on blood pressure: a systematic review and meta-analysis. BMC Cardiovasc Disord 2008;8:13.

Reinhart KM, Coleman CI, Teevan C, Vachhani P, White CM. Effects of garlic on blood pressure in patients with and without systolic hypertension: a meta-analysis. Ann Pharmacother 2008;42:1766–1771.

Rohner A, Ried K, Sobenin IA, Bucher HC, Nordmann AJ. A systematic review and metaanalysis on the effects of garlic preparations on blood pressure in individuals with hypertension. Am J Hypertens 2015;28:414-23.

Xiong XJ, Wang PQ, Li SJ, Li XK, Zhang YQ, Wang J. Garlic for hypertension: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Phytomedicine 2015;22:352-61.

Knoblauch und Erkältung:

Lissiman E, Bhasale AL, Cohen M. Garlic for the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2014 Nov 11;11:CD006206.

Nantz MP, Rowe CA, Muller CE, Creasy RA, Stanilka JM, Percival SS. Supplementation with aged garlic extract improves both NK and γδ-T cell function and reduces the severity of cold and flu symptoms: a randomized, double-blind, placebo-controlled nutrition intervention. Clin Nutr 2012;31:337-44.

Knoblauch und Schwermetalle:

Kianoush S, Balali-Mood M, Mousavi SR, Moradi V, Sadeghi M, Dadpour B, Rajabi O, Shakeri MT. Comparison of therapeutic effects of garlic and d-Penicillamine in patients with chronic occupational lead poisoning. Basic Clin Pharmacol Toxicol 2012;110:476-81.

Aged Knoblauch und Gerinnungshemmer:

Macan H, Uykimpang R, Alconcel M, Takasu J, Razon R, Amagase H, Niihara Y. Aged garlic extract may be safe for patients on warfarin therapy. J Nutr 2006;136(3 Suppl):793S-795S.

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